1. Ausbau eines kostenlosen Nahverkehrs

  2. Förderung der Elektromobilität und Hybrid-Antriebe

  3. Zweitnummernschild für (Kleinst)Stadtmobile

  4. Re-Verstaatlichung der Eisenbahnstrecken

  5. Treibstoff-/Mehrwertsteuer auf Flugzeugkerosin

  6. Unterirdischer Güterverkehr (evtl. in Vakuumröhren)

  7. Schwertransport mit Zeppelinen

  8. Sinn und Unsinn selbstfahrender Autos

  9. Zukunftsausblick für Fernreisen

 

Ausbau eines kostenlosen Nahverkehrs (Elektro-Busse und Bahnen)
Ziel → Reduktion des Berufsverkehrs und der Parkplatznot

Die Einnahmen aus der Mineralölsteuer (als Mehrwertsteuer erhoben, s.o.) sollen ausschließlich in den Straßenbau und den Nahverkehr fließen. Eine Verbesserung und vermehrte Nutzung des Nahverkehrs bedeutet eine Entlastung der Straßen (weniger Reparaturen), eine Verminderung der Umweltbelastung (Feinstaub, Lärm) und eine physische und psychische Schonung der Berufs-Pendler, die erholter an den Arbeitsplatz kommen.

Statistisches Bundesamt: 57,3 Milliarden Euro umwelt­bezogene Steuer­einnahmen für das Jahr 2014

Im Jahr 2014 beliefen sich die umweltbezogenen Steuereinnahmen auf 57,3 Milliarden Euro. Davon entfielen 39,8 Milliarden Euro auf die Energiesteuer (die frühere Mineralölsteuer), 8,5 Milliarden Euro auf die Kraftfahrzeugsteuer und 6,6 Milliarden Euro auf die Stromsteuer. Die Einnahmen aus der Kernbrennstoffsteuer und aus der Luftverkehrsteuer beliefen sich in 2014 auf 708 Millionen Euro bzw. auf 990 Millionen Euro. Die Zahlungen für Emissionsberechtigungen werden in den volkswirtschaftlichen und in den umweltökonomischen Gesamtrechnungen ebenfalls als Steuer betrachtet. Sie lagen 2014 bei 709 Millionen Euro. Der Anteil der Umweltsteuern an den gesamten Steuereinnahmen lag 2014 bei 8,9%.

 

Förderung der Elektromobilität und Hybrid-Antriebe (auch Druckluft)
Ziel ­→ Verringerung der Umweltbelastung durch Abgase und Lärm

Wie oben bereits erwähnt soll der Nahverkehr vorwiegend mit Elektro-und Hybrid-Fahrzeugen erfolgen (geringe Reichweite = kleine Batterien = geringes Gewicht). Für Kurzstrecken (z.B. Postfahrzeuge, Einkäufe) eignen sich auch Druckluft-Hybride. Auf Fernstrecken/Autobahnen können Fahrzeug-Batterien durch Induktionsschlaufen in der Fahrbahn oder über Oberleitugen geladen werden. Auch diese Technik existiert bereits.
Zur schnellen (Abgas)Entlastung der (Innen)Städte sollten in den Städten nur noch (kleine) Elektrofahrzeuge fahren dürfen.
Auflage für die Automobilindustrie:
    1. Schrittweise Reduktion des Spritverbrauchs aller Neufahrzeuge: Ab dem Jahr 2022 max. 4 l /100km, ab 2025 max. 3 l /100km, ab 2030 max 2 l/100km
       Dies ist möglich durch Gewichtsreduktion und durch die Verminderung der Leistungsgrenzen der Fahrzeuge. Warum fahren auf unseren Straßen           
       Geländewagen mit 3 Tonnen Gewicht oder Limousinen mit 500 PS ?
    2. Pflicht für Abgasfilter- und Abgasreinigung (Feinstaub und NOx) für alle Fahrzeuge, auch für Benziner.
        Diesel müssen bereits seit 2010 mit Partikel(Feinstaub)filter ausgerüstet sein. Bei Benzin-Direkteinspritzern (= echte Dreckschleudern, 50% der europäischen
        Neuzulassungen ) wären Partikelfilter billig (ca. 1€ 150) und leicht zu realisieren.

 

Zweitnummernschild für (Kleinst)Stadtmobile
Ziel → Verkehrs- und Parkplatz-Entlastung der Innenstädte

Die Innenstädte sollen für all großen PKW gesperrt werden. Wer in die Stadt zum Einkaufen, Bummeln oder ins Kino will, kann den öffentlichen Nahverkehr oder (Miet)Elektro-Stadtmobile nutzen. Jeder Autobesitzer soll ein Zweitnummerschild für ein privates Mini(Stadt)mobil erhalten. KFZ-Steuer und Versicherung wird durch das Erst-KFZ gedeckt (Voraussetzung: beide Fahrzeuge werden nur vom gleichen Fahrer gefahren). Diese Maßnahmen entlasten die Innenstädte (Parkplatznot, Schadstoffe), daneben hätte die Automobilindustrie einen neuen Absatzmarkt (Herstellung von Elektro-Kleinstwagen).

 

Re-Verstaatlichung der Eisenbahnstrecken
Ziel → Staatseigenes Schienennetz, befahren von privaten Eisenbahnen

Das Schienennetz der Eisenbahn kann nur unter der Kontrolle des Staates auf dem besten Stand gehalten werden. Welch desolate Zustände Eisenbahnstrecken in privater Hand nach sich ziehen können, kann man nicht nur in England erfahren. Ein Beispiel für einen exzellenten staatseigenen Nahverkehr ist die MTR, die „Mass Transit Railway“ von Hongkong.

 

Treibstoff-/Mehrwertsteuer auf Flugzeugkerosin
Ziel → Verlagerung der Kurzstrecken auf die Schiene

Der Luftverkehr ist ein weltweit bezuschußter Verkehrszweig. Die Folge, Billigflieger belasten unsere Umwelt (Abgase, Lärm). Auch Kurzstrecken werden von den Airlines - trotz Unwirtschaftlichkeit (im Vergleich mit der Bahn) und großer Umweltbelastung bedient. Der Kerosinverbrauch des Flugverkehr muß deshalb mit dem Mehrwertsteuersatz belastet werden. Die Einnahmen durch die Besteuerung des Flugkerosins sollen in den Ausbau und die Erhaltung der Bahnstrecken und den kostenlosen Nahverkehr investiert werden. Daneben sind Kurzstrecken - z.B. von Frankfurt nach Köln oder von Hamburg nach Berlin - mit effektivem Bahnverkehr wesentlich schneller und wirtschaftlicher zu überwinden.

 

Unterirdischer Güterverkehr (evtl. in Vakuumröhren)
Ziel → Entlastung der Autobahnen und des Schienenverkehrs

Warum muß der Güterverkehr über unsere (Fern)Straßen rollen ?
Der Güterverkehr - Schiene und Straße – soll nach Art einer Rohrpost in den Untergrund verlagert und über Knotenpunkte (an Stadträndern) an private Transportunternehmen, welche die Anlieferung zum Endverbraucher bzw. der Industrie übernehmen, übergeben werden. Die Tunnels könnten sehr kleine Durchmesser haben und mit genormten Containern (gibt es bereits) „beschickt“ werden.

 

Transport von Sondergütern (überschwer, übergroß) durch Zeppeline
Ziel → Entlastung aller Straßen (weniger Verkehr, weniger Schäden)

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an das „Projekt Cargolifter“, überdimensionale Zeppline zum Transport von riesigen und schweren Lasten. Diese grandiose Technologie existiert, wurde aber damals aus „wirtschaftlichen“ (die Wahrheit: Unternehmen infolge Rufmord auch von den Medien in die Pleite getrieben) Gründen nicht weiter verfolgt. Heute will und wird das US-Militär diese Technik einsetzen. Der größte jemals gebaute Zeppelin, die „Hindenburg“, hatte gewaltige 88.000 Liter Diesel (für Fernreisen von 16.000 Kilometern!!) und 40.000 Liter Wasser an Bord. Das sind 128 Tonnen Traglast (ohne die Passagiere und das Inventar). Man kann sich vorstellen, dass bei der heutigen Leichtbauweise und verbesserten Antrieben die Zuladung noch höher sein könnte - bei vergleichsweisen kleinen Zeppelinen. In Deutschland darf ein Schwerlasttransport heute bis zu 23 m lang, bis zu 3 m breit und 4 m hoch sein und ein maximales Gewicht von nur 41,8 Tonnen haben. Diese Last würde die Hindenburg dreimal getragen haben, ohne unsere Strassen zu belasten.

 

Sinn und Unsinn selbstfahrender Autos
Ziel → Selbstfahrende Autos für Langstrecken (Autobahnen)

Wohl macht es Sinn Berufskraftfahrer im Fernverkehr zu entlasten zum Beispiel auf Autobahnen, für den Privatverkehr brauchen wir keine selbstfahrenden Autos. Wo bleibt da „die Freude am Fahren“ ? Was wir brauchen ist ein umweltfreundlicher Verkehr. Null-Emmissionsfahrzeuge (null Abgase, null Lärm).

Zukunftsausblick für Fernreisen

Wenn man im Weltall (z.B. mit der ISS) mit einer Geschwindigkeit von 7661 m/s = 27580 km/h in 80 Minuten um die Welt reisen kann, dann könnte man theoretisch auf der Erde in einer Vakuumröhre (simuliertes Weltall) mit einer Magnetschwebebahn ebensoschnell um die Welt reisen. Also zum Beispiel in 12 Minuten von Frankfurt nach New York (6.200 Kilometer!). Natürlich muß die Beschleunigung auf diese Geschwindigkeit von 38.000 Kilometer pro Stunde behutsam erfolgen.
Der gemeinsame Bau von (Ost-West-)Strecken z.B. von Wien über München nach Paris (unter 10 Minuten) würde auch die EU wieder näher zusammenbringen.

   

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