1. Status quo unserer Landwirtschaft

  2. Landwirtschaft im Einklang mit der Natur, Tier und Mensch

  3. Vielfalt an landwirtschaftlichen Erzeugnissen

  4. Ausgleich zwischen Natur und Mensch

  5. Förderung von kleinen Bauernhöfen

 

Status quo unserer Landwirtschaft

Unsere Landwirtschaft

  • verseucht das Grundwasser mit Nitrat

  • züchtet resistente Bakterienstämme durch Antibiotka

  • vernichtet Insekten, die zur Bestäubung dringend gebraucht werden

  • betreibt mit Massentierhaltung Tierquälerei im großen Stil

  • gefährdet die sonst so wichtigen Klimaziele

  • erzeugt Biosprit aus Nahrungsmitteln

 

Eigentlich kann beim Großteil der landwirtschaftlichen Betriebe von klassischer Landwirtschaft nicht mehr die Rede sein. Es sind Industriebetriebe zu Produktion von Fleisch, von Brennstoffen und von pflanzlichen Nahrungsmitteln. Das Wort Tier und Natur kommt kaum noch vor. Es wird nur noch von tierischen Produkten und Nutzflächen gesprochen.  Dazu kommen zur Steigerung der Produktion und des Ertrages die massenhafte Verwendung von Bioziden (Herbizide, Insektizide) und Antibiotika. Die Gefahr, dass diese Giftstoffe in der Nahrungskette irgendwann auch im Menschen ihre Wirkung entfalten wird verharmlost oder verschwiegen. Die Gesundheit des Verbrauchers wird dem Profitdenken untergeordnet. So auch die Empfehlungen sogenannter Oekonomen und Politikberater an unsere Bundesregierung: „Man muß abwägen wieviel Gift der Mensch bei maximalem Profit verträgt“. Oekonomen, die nicht die geringste Ahnung von Biologie und Medizin haben, beraten unsere Regierung in puncto Landwirtschaft. Das sollte uns zu denken geben.
Hier muß ein radikales und allgemeines Umdenken stattfinden und auch durch Gesetze geregelt werden.

 

Landwirtschaft im Einklang mit Natur, Tier und Mensch
Ziel → Reduktion der Massentierhaltung (Tierquälerei, vergiftete Böden u. Gewässer)

Es wird uns eingeredet, dass wir Massentierhaltung brauchen, um alle Menschen zu ernähren. Das ist ein Gerücht: Ein Viertel aller Deutschen ist übergewichtig und ißt viel zuviel Fleisch. Wenn wir alle wieder normale Portionen essen würden, könnten unsere Schlachttiere auf Biohöfen tier- und artgerecht aufgezogen werden.  Das ginge ganz einfach, indem man Fleisch z.B. durch die Mehrwertsteuer, auf Luxusgüter (s.o.) derart verteuert, dass die Menschen im allgemeinen weniger Fleisch kaufen würden/könnten. Die Mehrwertsteuer könnte den Biohöfen wieder als günstige Kredite zur Verfügung gestellt werden oder sie flösse in das bedingungslose Grundeinkommen und würde so auch die landwirtschaftliche Arbeit für viele attraktiver machen. Dasselbe gilt für den Ackerbau. Es wird uns eingeredet, dass wir Herbizide und Insektizide brauchen würden, um alle Menschen ernähren zu können. Wir könnten damit wohl mehr Menschen ernähren als ohne diese Gifte, aber wer rechnet die Krankheitskosten, welche diese Gifte im Verlauf unseres Lebens verursachen, gegen diesen scheinbaren Mehrwert auf ?
Die obengenannten Oekonomen bestimmt nicht.
Würden unsere Äcker und Plantagen nicht mit Monokultur, sondern mit vielfältigen Getreiden, Gemüsen und Obstbäumen bepflanzt werden, würde sich der Einsatz von Chemie in Grenzen halten. Es muß nicht jeder Apfel die EU-Norm erfüllen ! Vielfalt wäre ein Gewinn.
Deshalb: Förderung nur der Bauern, die naturnah produzieren und möglichst wenig Chemie verwenden.

 

Vielfalt an landwirtschaftlichen Erzeugnissen
Ziel → Abschaffung der EU-Reglementierung und Normierung

Dass ein Apfel besonders rund sein muß und eine Banane in einem bestimmten Winkel gebogen sein muß, das sind Auswüchse bürokratischer Verwaltungen innerhalb der EU. Es muß jedem Bauern überlassen werden, welche und wieviele Tiere er auf seinem Hof hält, die Hauptsache der Tierschutz wird gewahrt. Es muß wieder den Landwirten überlassen werden, welches Getreide, welches Gemüse oder welche anderen Feldfrüchte sie aussäen bzw. pflanzen. Und: Gentechnisch veränderte Pflanzen und Lebewesen dürfen niemals in die freie Natur eingeführt werden. Es konnte wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen werden, dass solche Pflanzen und Lebewesen keinen Schaden in Feld und Flur anrichten. Anfang des 19, Jahrhunderts hat man die Radioaktivität auch noch für harmlos gehalten.
Das Ziel: Wiederherstellung der Vielfalt in Ställen, auf Feldern und Wiesen.

 

Ausgleich zwischen Natur und Mensch
Ziel → Menschenfreundliche Landschafts- und Städteplanung

Ausufernde Städte und Gemeinden, zerstückelte Naturlandschaften. Unser Lebensraum ist begrenzt. Wir Menschen drohen die Natur zu zerstören und zu „überwuchern“. Und dies, obwohl wir in Deutschland in den letzten Jahrzehnten kaum ein Bevölkerungswachstum hatten. Das Wachstum der Städte und Gemeinden in die Fläche muß durch vernünftige Gesetzgebung gestoppt und korrigiert werden. Kleinzellige Biotope müssen zu großräumigen Naturlandschaften und Nationalparks vereinigt werden. Industriegebiete müssen in den Untergrund verschwinden. Die landwirtschaftliche Produktion muß verbrauchernah und naturnah - ohne den Einsatz von Giften - erfolgen. Forstwirtschaft nur an den Rändern der Naturlandschaften und Nationalparks, das Innere der Nationalparks muß streng geschützt werden.


Förderung von kleinen Bauernhöfen
Ziel → Verbraucher- und naturnahe Erzeugung der Nahrungsmittel

Die „industrielle“ Erzeugung von pflanzlichen und tierischen „Rohstoffen“ auf Agrarflächen und Tierzuchtbetrieben ist stark problembehaftet. Große Ackerflächen reagieren anfälliger auf Schädlingsbefall. Dasselbe gilt für die Tierzucht. In Schweinemästereien mit vielen hundert Tieren, in Hähnchenfarmen mit zigtausenden Federvieh lassen sich Seuchen nur durch den Einsatz von massenhaften Antibiotika verhindern. Die riesige Menge an Gülle, die bei solchen „Tierproduktions“Firmen anfallen lassen sich kaum bewältigen ohne unser Grundwasser mit Ammoniak und Nitraten zu belasten.
Kleinere bäuerliche Betrieb können auch näher an Städten und Gemeinden betrieben werden ohne die starke Geruchsbelästigung bei der Massentierhaltung. Eine vielfältge verbrauchernahe Landwirdschaft spart weite Wege bei der Versorgung der Bevölkerung.
Die überbordenden Vorschriften bei einem Verkauf der Produkte direkt vom Bauernhof (in Hofläden) müssen redziert werden. Sie dienen alleine der Monopolisierung von Großbetrieben, da sich kleinere Betriebe all diese Technik (z.B. zum Verkauf von offener Milch) nicht leisten können.
Diese Art von „Qualitätsmanagement“ hat noch keinen Menschen vor Erkrankung geschützt, im Gegenteil.

   

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