1. Umstellung des Honrorarsystems für Ärzte und Zahnärzte

  2. Patienten-finanzierte Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Klinken

  3. Ein neues Gesundheitssystem

  4. Förderung alternativer Heilmethoden

  5. Abschaffung von „allgemeingültigen Gesundheitsnormen“

  6. Auswahl der Medizin-Studenten nach Eignung

 

 

Umstellung des Honrorarsystems für Ärzte und Zahnärzte
Ziel → Ärzte sollen für die Gesundheit ihre Patienten bezahlt werden

Unser Gesundheitssystem leidet heute (eigentlich schon immer) an einer dramatischen Fehleinschätzung durch die Politik und den Gesetzgeber. Westliche Ärzte werden vorwiegend für die Krankheiten ihrer Patienten bezahlt. Das verleitet die Ärzte dazu, ihre Patienten im System zu halten (regelmäßig zum Arzt zu kommen) und oft unnötige, zum Teil gefährliche, Behandlungen bzw. Operationen durchzuführen. Das alles macht unser heutiges Gesundheitssystem enorm teuer und schadet darüberhinaus den Patienten (z.B. durch unnötige Operationen) und der Volkswirtschaft (hoher Krankenstand). Ausserdem gibt es kaum eine Kontrolle über die Notwendigkeit einer Behandlung. Der Patient ist seinem Arzt ausgeliefert. Dieses teuere und undurchschaubare System ließe sich ganz einfach umstellen - mit Ärzten, die von ihren Patienten direkt finanziert werden.

 

Patienten-finanzierte Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Klinken
Ziel → Patienten wählen sich ihre Ärzte wieder selbst

Unterschiede zwischen Kassen- und Privatpatienten sind oft Anlass gesellschaftlichen Streits und sie sind ungerecht (weil mancher Kassenpatient höhere Beiträge als z.B. ein junger Privatpatient bezahlt).
In zunehmendem Maße entscheiden die z.T. arroganten Krankenkassen, wer welchen Arzt aufsuchen darf. In einem neuen Gesundheitssystem würden die Krankenkassen nicht mehr gebraucht und somit könnten hohe Ersparnisse erzielt werden.
Die Ärzte ersparen sich eine aufwändige Bürokratie, die heute für die Abrechnung mit den Krankenkassen notwendig ist.
Im neuen System erfolgt Dagnose und Behandlung unmittelbar und ohne Vorschaltung jeglicher bürokratischer Hürden (z.B. Einreichung von Kostenvoranschlägen für Zahnersatz,...), und nur in Absprache zwischen Arzt und Patient.

 

Ein Neues Gesundheitssystem:

Jeder Patent entscheidet sich für einen ihm angenehmen und vertrauenswürdigen Hausarzt, sucht sich verschiedene Fachärzte, einen Zahnarzt, einen Apotheker und eine Klinik. Jeder Patient bezahlt diesen Ärzten, Zahnärzten und Apothekern monatlich regelmäßig einen festen „Gesundheits-Beitrag“ und zwar unabhängig von einer Behandlung oder einem Arztbesuch. Der Patient (besser Kunde) wird also zahlendes „Mitglied“ verschiedener Arztpraxen/Apotheken/Kliniken.

Vorteile:

  • Patienten können sich ihre Ärzte wieder selbst aussuchen.

  • Keine Zwischenschaltung von Krankenkassen (spart hohe Kosten)

  • Ärzte können sich auf die Behandlung ihrer Patienten konzentrieren, da keine Bürokratie (Anträge, Abrechnungen) mehr notwendig ist.

  • Patienten können sich jederzeit einen anderen Arzt suchen und dann ihre Beiträge monatlich an die andere Arztpraxis zahlen.

  • Gute Ärzte haben viele, meist gesunde, Patienten in ihrer Kartei, die monatlich ihre Beiträge bezahlen

  • Gute Ärzte werden viel verdienen, aber weniger dafür arbeiten

  • Ärzte werden so behandeln, dass ihre Patienten möglichst schnell gesund werden und gesund bleiben !

 

Beispielrechnung (alle Zahlen veränderbar, also nur beispielhaft)

Der „Gesundheits-Beitrag“ eines Patienten beträgt z.B. € 250,00 / Monat (gilt für alle Patienten; keine Unterschiede zwischen Kassen- und Privatpatienten).
Davon bezahlt der Patient (besser das Mitglied) z.B.

€ 40 an seinen selbstgewählten Hausarzt

€ 10 an jeden seiner 10 selbstgewählten Fachärzte (=€ 100)

€ 30 an seinen Apotheker

€ 40 an sein Krankenhaus

€ 40 an seinen Zahnarzt/Zahntechniker

Jeder Patient hat also einen „eigenen Hausarzt“, „eigene Fachärzte“, einen „eigenen Zahnarzt“, einen „eigenen Apotheker“ seines Vertrauens und hat eine „eigene von ihm finanzierte Klinik“.
Geht man davon aus, dass ein Allgemeinarzt (Hausarzt) einen Stamm von 1.000 Patienten betreuen kann, so erhält er ein Honorar von € 40.000. pro Monat. Mit dem Honorar deckt er alle seine Ausgaben (Personal, Material, Miete, Zinsen etc.) und bezahlt davon auch sein Arbeitsentgeld.
Ein Facharzt kann z.B. 5.000 Patienten betreuen und erhält somit ein Honorar von € 50.000 pro Monat. Das gleiche gilt für Apotheker, Zahnärzte und Kliniken. Diese Kliniken behandeln nur die Patienten ihrer Gemeinschaft (ihre Mitglieds-Patienten/Kunden). Sind Betten frei, dürfen auch fremde Patienten behandelt werden (z.B reiche Ausländer), um so die Finanzlage der Klinik zusätzlich zu verbessern.

Die Vorteile des neuen Gesundheitssystems:

Jeder Arzt wird im neuen System daran interessiert sein, dass seine Patienten gesund werden und gesund bleiben. Er wird sich deshalb zweimal überlegen, ob er ein neues Medikament mit unvorhersagbaren Nebenwirkungen, verschreiben soll. Er wird auch, wenn eine Therapie seine Kompetenz und Fähigkeiten übersteigt, einen Facharzt-Kollegen zu Rate ziehen oder er wird den Patient dahin überweisen.
Erfolgreiche Therapien - auch alternative Methoden und Heilmittel - würden sich schnell durchsetzen. Wer heilt hat recht !
Heute bekommt der Arzt Geld dafür, dass er etwas macht - ob dies sinnvoll oder zielführend ist oder nicht. Um so mehr am Patienten herumlaboriert wird, umso mehr kostet es die Krankenkassen.
Unfähige Ärzte, ärztliche Wichtigtuer (die massenhaft Diplome im Wartezimmer hängen haben) und Kurpfuscher würden schnell vom Medizinmarkt verschwinden. Nur die Erfolgreichen (die Heilen können) und die Guten (die ihre Patienten noch als Menschen behandeln) würden sich behaupten.
Volle Wartezimmer sind nicht nur die Folge einer gut organisierten Bestellpraxis. Das Personal an der Rezeption ist oft darauf geschult, die Patienten für alle möglichen - unnötigen – Diagnose- bzw. Therapie-Ideen erneut einzubestellen. Kommt ein Patient in jedem Quartal, weil das „ja gut für die Vorbeugung sei“, so kann der Arzt heute seine Fallzahl steigern und darf so mehr verdienen (ohne in den Rgeress genommen zu werden).
Im neuen System würden unnötige Diagnoseverfahren und Behandlungen nicht mehr bezahlt und daher nicht mehr durchgeführt werden.
Im gegenwärtigen Medizinbetrieb werden die meisten Diagnosen mit Technik (Ultraschall, EKG, Röntgen, MRT etc.) gestellt, dabei könnten - das behaupte nicht nur ich - 80% aller Diagnosen alleine durch die Erhebung einer gründlichen Anamnese/Befragung (=Krankengeschichte) gestellt werden. Wer kennt die eigenen Wehwehchen und Symptome nicht besser als der Patient selbst.
Nur wird der Patient heute oft schon gar nicht mehr danach gefragt was ihm fehlt, ja oft geradezu vom Arzt abgewürgt, wenn er ausführlich über den Beginn und den Verlauf seiner Symptome berichten will. Der Patient wird entmündigt. Die Maschinen, z.b. Ultraschall, Röntgen, MRT etc. wissen es ja angeblich besser.
Im neuen System würden viele Diagnosen wieder vermehrt durch erfragte Anamnesen (evtl. computergestützt) und ärztliche Erfahrung gestellt werden. Apparatemedizin würde nur dort eingesetzt wo sie wirklich gebraucht wird.

 

Förderung alternativer Heilmethoden
Ziel → „Wer heilt, hat recht“

Heute bestimmen an Universitäten schulmedizinisch ausgebildete Ärzte, die Pharmaindustrie und die Krankenkassen über die Behandlungen aller Patienten.
Die Institutionen der Schulmedizin und der Pharmaindustrie legen sogenannte „Behandlungs-Leitlinien“ (elitär: „Goldstandards“) fest.
Diese „Gold“Standards sind aber bei weitem nicht immer die besten Behandlungsmethoden. Außerdem werden in der Schulmedizin aufwändige (Apparate)Diagnoseverfahren (Ultraschall, Röntgen, EKG, MRT etc.) hervorragend vergütet (weil die Geräte ja teuer waren).
Dabei könnten die meisten Diagnosen ausschließlich mit einer eingehenden Anamnese (= Erfragung der Krankengeschichte des Patienten), einer Blickdiagnose, mit dem Stethoskop, einem Blutbild und in zunehmendem Masse mit Computerunterstützung (diagnostische Datenbanken für Ärzte) gestellt werden.
Würde ein Arzt unabhängig von der Behandlungsform bezahlt, könnte sich der Arzt für die beste und effektivste Behandlung seiner Patienten entscheiden, weil er dadurch im besten Fall seinen Patienten heilen kann und so in Zukunft mit diesem Patienten weniger Arbeit haben würde (lediglich Vorsorge-bzw. Nachsorgekontrollen).
Die besten Behandlungsformen und Therapien würden sich sehr schnell unter der Ärztschaft herumsprechen und Nachahmer finden (auch ohne „Goldstandards“).
Vielleicht würden Akupunktur, Osteopathie oder sogar Handauflegen manche schulmedizinische Behandlungsmethoden endgültig ablösen.

 

Abschaffung von „allgemeingültigen Gesundheitsnormen“
Ziel → individuelle Gesundheitsnormen

Mit atemberaubender Geschwindigkeit verändert vor allem die Pharmai-ndustrie die Definition von Gesundheit - der Normgesundheit ?!
Galt in der Vergangenheit ein Blutdruck von 120/80 als optimal, so versucht die Pharmaindustrie seit kurzem einen Blutruck von 125/80 als Bluthochdruck zu definieren. Mit der Konsequenz, dass Patienten mit einem Blutdruck von 125/80 schon blutdrucksenkende Medikamente einnehmen sollten. Ein irres System der Massenmanipulation (mit massiver Beihilfe durch die Ärzteschaft).
Bedenken sollte man noch dazu, dass viele Medikamente oft eine Kaskade neuer (auch gefährlicher) Nebenwirkungen auslösen, welche wiederum neue Medikamente erfordern.
Ebensowenig wie z.B. der niedrige Ruhepuls eines Langstreckenläufers abnormal ist, so hat jeder Mensch seine ganz individuellen Normzustände. Und nur starke Abweichungen von dieser individuellen Norm (z.B. Blutdruck, Blutbild, Hormonstatus etc.) können für diesen einzelnen Menschen als abnormal oder als Ausdruck einer Krankheit herangezogen werden.
So haben viele Menschen familiär (vererbbare) hohe Cholesterinspiegel und dennoch sind diese Menschen selten von Herzinfarkt oder Schlaganfall betroffen. Dennoch „drohen“ viele Ärzte ihren Patienten mit diesen Auswirkungen, wenn sie keine Cholesterinsenker einnehmen würden. Dabei sind (laut neuer Studien) die Nebenwirkungen dieser Medikamente viel gefährlicher als ein erhöhter Cholesterinspiegel.
Es wäre also sinnvoll, die individuelle Gesundheitsnorm eines jeden Menschen durch eine allumfassende Untersuchung (Bestimmung aller Parameter wie Blutbild, Hormonstatus, Darmflora u.v.m.) bei einem körperlich und geistig gesunden Menschen zum Beispiel in seiner Jugend, im Stadium nachgewiesenen Wohlergehens, diagnostisch festzustellen.
Bei späteren Erkrankungen kann dann bei festgestellten Abweichungen von dieser individuellen Norm gezielt eingegriffen werden (z.B. durch Hormonsubstitution, Vitamin- und/oder Mineralstoffgaben etc.), um die individuelle Gesundheitsnorm wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

 

Auswahl der Medizin-Studenten nach Eignung
Ziel → „Ärzte aus Berufung“ (nicht nach Abiturnote oder Herkunft=Arztsohn)

Ich glaube mich daran zu erinnern, dass der Hausarzt unserer Familie in meiner Kindheit noch Hausbesuche gemacht hat, wenn ein Familienmitglied z.B. mit Fieber im Bett lag. Und dieser Arzt kam auch mitten in der Nacht, wenn es der Zustand des Patienten erforderte. Heute rät der Hausarzt - wenn viele dieser Ärzte den Namen überhaupt noch verdienen - dazu, der Patient möge doch am nächsten Tag in die Praxis kommen oder wenn es schlimmer würde, solle man doch lieber gleich den Notarzt rufen.
Früher waren viele Ärzte - das unterstelle ich jetzt einfach einmal - Menschenfreunde. Empathische Menschen, die anderen Menschen vor allem helfen wollten. Man wurde Arzt aus Berufung oder (auch damals schon), weil man aus einer Arztfamilie entstammte.
Heute sind Arztpraxen Wirtschaftsunternehmen. Ärzte sind Manager, die Gewinn erwirtschaften müssen und wollen, nicht nur um ihr Personal zu bezahlen, sondern vor allem, um ihren Lebensstandard auf hohem Niveau halten zu können. Dies ist aber nicht die alleinige Schuld der Ärzte, sondern die Folge einer verfehlten Gesundheitspolitik. Immer mehr Bürokratie, immer höhere Ansprüche für immer weniger Geld.
Und immer mehr wurde das Medizinstudium zu einer Frage des Geldes - des Geldes der Eltern der Studierenden. Wer Geld hat, der kann auch den Studienplatz für seine Kinder erkaufen und bezahlen. Kaufen, weil immer mehr ihren Studienplatz mit Hilfe der Eltern einklagen oder ein Studium im Ausland, wo es keine Zulassungsbeschränkungen gibt, beginnen und nach einigen Semestern (z.B. nach dem Physikum) auf eine deutsche Universität „umsteigen“.
Dass diese, von den Eltern gesponsorten, Ärzte den Beruf anders interpretieren als die zum Arztberuf berufenen versteht sich von selbst.
Diese „Vorzugs-Ärzte“ denken auch von Beginn an betriebswirtschaftlich - die Praxis muß einen satten Gewinn abwerfen.

   

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