1. Stopp des Flächenverbrauchs

  2. Nachhaltiges Bauen und Wohnen

  3. Genehmigung für Neubauten nur für Passivhäuser/Wohnblocks

  4. Autarke Energieversorgung

  5. Autarke Wasserversorung und Abwasserentsorgung

  6. Industriegebiete in den Untergrund

 

Stopp des Flächenverbrauchs
Ziel → neue Häuser und Industriegebiete nur auf „alten“ Baugrundstücken

Wie kluge Indianer schon vor 150 Jahren prophezeiten „kann man Geld nicht essen“. Die wichtigse Ressource, die wir auf der Welt haben ist der Grund und Boden. Flächen für die Landwirtschaft, für die Natur, für die Erzeugung von Sauerstoff (durch Bäume). Wer glaubt, wir könnten ohne die Natur leben, wird ein böses Erwachen haben.
Laut Statistik vermindern sich die Einwohnerzahlen in der westlichen Welt. In der gleichen Zeit aber steigt der Flächenverbrauch für Wohngebiete und vor allem für Industriegebiete rasant. Der Grund: Die Gemeinden sind auf die Einnahmen durch den Verkauf von gemeindeeigenen Grundstücken und auf die Gewerbesteuer angewiesen. Dies ist kein nachhaltiges Wirtschaften. Was, wenn die Expansion der Gemeinden in die Fläche ihre Grenzen erreicht hat ? Wenn die Gemeinden keine neuen Bau/Industriegebiete mehr ausweisen können?
Die Gemeinden und Städte sollten sich darauf besinnen die Lebensqualität ihrer Bewohner zu erhöhen, z.B. durch hochwertigen Wohnungsbau auf vorhandenen „Alt“Grundstücken und durch den Erhalt und die Erweiterung von Naturflächen zur Erholung. Dies wird eine qualitative Veränderung der Bevölkerung nach sich ziehen. Hohe Lebensqualität lockt intelligente (auch gutverdienende) Bürger und Familien mit Sinn für soziale Belange und Umweltschutz.

 

Nachhaltiges Bauen und Wohnen
Ziel → Recycling aller Baustoffe und Möbel

Es gibt sie schon, voll recyclingfähige und umweltfreundliche Baustoffe. z.B. Kalksandsteine (bei gering erhitztem Dampf aus Kalk, Sand und Wasser hergstellt), Tonziegel, biologische Gebäudeisolierungen, umwelt-freundliche Farben etc.. Da der Kunde/Bauherr aber nur selten allumfassend informiert ist, kann man den Kunden kaum zwingen, nur umweltverträgliche Baustoffe zu verwenden. Es gibt deshalb nur einen Weg: Gifte in Baustoffen und biologisch nicht abbaubare Baustoffe grundsätzlich verbieten.

 

Genehmigung für Neubauten nur für Passivhäuser/Wohnblocks
Ziel → Reduktion des Heizöl- und Gasverbrauchs (Ziel: Null-Verbrauch)

Passivhäuser, Häuser, die keine Energie verbrauchen, sind auch im hohen Norden Deutschlands möglich. Passivhäuser lassen sich nicht nur durch Dämmung, sondern auch durch den Einsatz von kombinierter Solar/Wärmepumpentechnik realisieren. In Wohnblocks läßt sich die (bisher über Kamine, Fenster und Aussenwände) entweichende Wärmeenergie durch intelligente „Wärmesammlung“ (z.B. mithilfe gläserner Schächte entlang der Fassaden) in einem Kreislaufsystem wieder in die Heizung bzw. Warmwasserbereitung zurückführen.

 

Autarke Energieversorgung
Ziel → autarke Häuser, Wohnblocks, Siedlungen, Gemeinden, Städte

Die Durchschnittsausgaben für Energie (Strom und Wärme) sind in den letzten Jahren rasant gestiegen. Dies trotz niedrigem Ölpreis und großen Zuwächsen bei der Erzeugung alternativer Energien. Dies liegt u.A. am Wegbrechen der Einnahmen (z.B. aus Kern- und Kohlekraftwerken) unserer vier großen Energiekonzerne. Man muß sich das Geld halt über andere Wege holen (wenn man es nicht von der Regierung geschenkt bekommt - auf Kosten der Bürger). Die lokale Erzeugung und der lokale Verbrauch von Energie würde den monopolistischen Energieversorgern den Rest geben und Energie nicht nur erschwinglich, sondern geradezu billig machen. Die Aufforderung und Förderung von Hausbesitzern und Baufirmen zum Einsatz neuer (mit hohem Wirkungsgrad) Solarenergie-Anlagen (gekoppelt mit Wärmepumpen) durch die Gemeinden/Kommunen/Städte selbst, würde sich schon in kurzer Zeit für alle rentieren.
Die regionale Energieerzeugung (in den Gemeinden selbst) würde auch eine Reduktion der Verspargelung der Landschaft durch Strommasten (die heute aus Gewöhnung kaum einer sieht) bedeuten.
Im Jahr 2014 wurden bereits 27,4% des Bruttostromverbrauchs Stromenergie mit alternative Energien gewonnen. Nicht mitgerechnet der Strom, der hätte erzeugt werden können, wenn nicht die Netze oft überlastet gewesen wären. Alleine die Ersetzung älterer Solaranlagen durch Solaranlagen neuester Generation (mit doppeltem Wirkunsgrad) und der Ersetzung vorhandener Windenergieanlagen durch größere (wirtschaftlicher) Anlagen würde die Stromerzeugung verdoppeln (s.o.).
Und dies ohne zusätzliche Wind und Solaranlagen !
Setzte man dann noch Energiespeicher-Technologien wie z.B. Strom-zu-Gas (gespeichert im Erdgasnetz) und Strom zu Wasserstoff ein, wäre Deutschland schon recht bald energie-autark. Auch Elektrofahrzeuge sind ideale Energiespeicher und könnten viele Haushalte (mit Photovoltaik auf dem Dach) von jeglicher Fremdenergie unabhängig machen. Man muß es nur wollen – und die Engergiekonzerne wollen dies nicht.
Auch unsere derzeitige Lobby-Politik scheint es nicht zu wollen.

 

Autarke Wasserversorung und Abwasserentsorgung
Ziel → Stillegung der Wasserleitungen und des Abwasserkanalnetzes

Unsere Gemeinden geben enorme Summen für den Betrieb und die Instandhaltung der Wasserversorgung und der (Abwasser)Kanalisation aus. Dabei regnet es in Deutschland soviel, dass jeder Hauhalt sein (Trink)Wasser selbst gewinnen könnte (pro Jahr ca. 750 Liter /m2).
Technik, auch erschwingliche Technik, zur Aufbereitung von Trinkwasser für Haushalte gibt es längst (Zisternen in Kombination mit Kleinst-Trinkwasseraufbereitungsanlagen). Nicht alles Wasser wird zum Trinken verwendet. Warum muß Wasser zur Gartenbewässerung bzw. zur Toilettenspülung Trinkwasserqualität haben? Aufbereitetes Duschwasser würde doch auch genügen.
Warum muß die Sch.... mit Trinkwasser aus dem WC hinuntergespült werden. Hygienische und optisch ansprechende Hightech-Trocken-Toiletten gibt es längst. Oder glauben Sie die Astronauten/Kosmonauten der Internationalen Raumstation ISS hätten Toiletten mit Wasserspülung ? Abwasser aus Bad/Dusche und Küche kann lokal gereinigt und wiederverwendet werden. Techniken für all diese Verfahren sind vorhanden und wären bei großflächigem Einsatz für alle erschwinglich (für Einfamilien-Häuser bis hin zu großen Wohnblocks). Horrende Ausgaben für die Sanierung maroder Trinkwasserrohre und Kanalisation könnten gespart werden. Je weniger Ausgaben und Abgaben die Bürger für Energie und Wasser/Abwasser haben, desto freier und unabhängiger wird unsere Gesellschaft werden. Denn vor allem Steuern und Abgaben sollen uns doch im Hamsterrrad halten.

 

Industriegebiete in den Untergrund
Ziel → Landschaftsästhetik, Lärmreduktion, Energieeinsparung

Warum müssen scheußliche überdimensionale Industriehallen eigentlich mitten in der Landschaft stehen ? Sogar in Orten, die zu einem großen Teil vom Tourismus leben (wollen). Natürlich gewöhnen sich die Touristen auch an diese Anblicke, aber langfristig werden nur diejenigen Kommunen ihren Status als „touristisch empfehlenswert“ bewahren können, welche ihre traditionellen Ortsbilder erhalten. Ich behaupte: In naher Zukunft wird der Tourismus - nicht die Industrie - die Haupteinnahmequelle nicht nur vieler Orte, sondern vieler Länder sein. Orte und Länder, die ihre kulturelle Identität, ihre Geschichte und ihre Natur zerstören, indem sie Altes niederreissen und Naturschätze verbauen, werden langfristig die Verlierer der Globalisierung sein. Deshalb dürfen alle zukünftigen Industriehallen nur noch unterirdisch gebaut werden (mit begrünten Dächern). Viele der vorhandenen Industriehallen können nachträglich durch begrünte Erdhügel „unsichtbar“ gemacht werden. Ein positiver Nebeneffekt: Die Isolation der Hallen durch Erdreich würde den Unternehmen hohe Energiekosten für die Beheizung der Hallen einsparen. Auch die riesigen Parkplätze von Logistikunternehmen müssen unter die Erde verlegt werden.

   

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