1. Arbeiten, um zu leben, nicht leben um zu arbeiten

  2. Arbeitsplätze als wertvolles Handelsgut

  3. Förderung der beruflichen Selbständigkeit

  4. Manager mit realer Verantwortung

  5. Abschaffung aussenfinanzierter Aktiengesellschaften

  6. Abschaffung des Kündigungsschutzes

  7. Gleiche Chancen für alle

  8. Freie Berufswahl für jeden

  9. Berufsausbildung in Betrieben und Schulungsinstituten

 

Arbeiten, um zu Leben, nicht leben um zu arbeiten
Ziel → Hohe Produktivität durch Freude an der Arbeit

Heute muß jeder arbeiten, um zu überleben. Die Ursachen, warum wir alle im Hamsterrad strampeln sind erstens hohe Abgaben und Steuern (Abgaben für Wasser/Abwasser, Parkplätze, Grundsteuer, Vermögens-steuer, Krankenversicherung und viele, viele mehr) und zweitens, weil die Politik und die Wirtschaft es wollen. Vor allem die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und dem folgenden sozialen Abstieg hält die „Tretmühle“ der arbeitenden Bevölkerung in Gang. Mit der Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens entfällt das Haupt-Druckmittel der Wirtschaft - die Drohung mit dem Verlust des Arbeitsplatzes.
Jeder kann nun selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist. Weniger Arbeiten und weniger verdienen, aber so mehr selbstbestimmte Zeit für sich und seine Familie und für die eigene Kreativität zu haben oder ob er mit einem 14-Stunden-Arbeitstag möglichst schnell viel Geld für ein eigenes Haus oder für Luxusgüter verdienen will.

 

Arbeitsplätze als wertvolles Handelsgut
Ziel →höhere Wertschätzung eines Arbeitsplatzes

Wie wert voll ein Arbeitsplatz ist, wird jeder bestätigen, der seinen Arbeitsplatz bereits einmal verloren hat. Das Recht auf Arbeit stellt also einen Wert, ein wertvolles Privileg, dar. Ein Privileg für alle diejenigen, die einen höheren Lebensstandard anstreben. Wer keinen höheren Lebensstandard haben oder „aussteigen“ will, der kann auf Arbeit verzichten und wird dafür quasi von den anderen, die (seinen) Arbeitsplatz „übernehmen“, in Form des bedingungslosen Grundeinkommens entschädigt.
Das Recht auf Arbeit kann also wie eine Handelsware veräußert werden. Mit der Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens muß keiner mehr arbeiten, aber jeder darf arbeiten - gegen Entgelt oder ehrenamtlich.
Ein gesetzlicher Mindestlohn muß nicht mehr vorgeschrieben werden, weil keiner mehr für Hungerlöhne arbeiten wird. Somit wird das Bedingungslose Grundeinkommen per se für Lohngerechtigkeit am Arbeitsmarkt sorgen

 

Förderung der beruflichen Selbständigkeit
Ziel → Stärkung des Mittelstandes und kleiner Unternehmen

Die Erfolgsgeschichte der deutschen Wirtschaft beruht nicht auf den großen Dax-Konzernen, sondern auf Deutschlands Mitelstand.
Viele kleine und mittlere Familienunternehmen sind Weltmarktführer in ihren Branchen. Eine Förderung der Selbständigkeit kann durch die obengenannten Steuerermäßigungen für Unternehmen mit Angestellten, fairen Krediten und durch die Förderung sogenannter Business Angels (erfahrenen, auch alten Unternehmern) erfolgen.
Ein Hindernis, das viele Menschen von einer Selbständigkeit abhält, ist die Gefahr des Scheiterns. Der Konkurs bzw. die Insolvenz. Eine Änderung des Insolvenzrechtes muß dem gescheiterten Unternehmer die Möglichkeit geben, eine erneute Selbständigkeit z.B. in einer anderen Branche zu beginnen. Scheitern mit einem Unternehmen darf keine lebenslängliche Sperre bzw. Stigmatisierung des Gescheiterten bedeuten. Er muß eine neue Chance bekommen.

 

Manager mit realer Verantwortung
Ziel → Managerhaftung bei Mißmanagement

Heutzutage sind Manager leitende Angestellte ohne jegliche reale Verantwortung, aber mit Spitzengehältern. Es heißt zwar, z.B. „der Vorstand der ...AG hat Verantwortung für 20.000 Mitarbeiter“, in Wahrheit aber hat keiner der heutigen Top-Manager irgendeine Verantwortung. Ein schlechtes Betriebsergebnis bedeutet keinerlei Minderung des Salärs oder die Kürzung eines Bonus, allenfalls wird die Vertragsauflösung mit einer Millionenabfindung versüßt.
Manager müssen deshalb bei Mißmanagement auch mit ihrem Privat-vermögen haften. Dies wird (Pseudo)Manager von riskanten kurzfristigen Investitionen oder Aktionen abhalten und die Riege der Manager würde wieder mehr auf den langfristigen Erhalt des Unternehmes denken.

 

Abschaffung aussenfinanzierter Aktiengesellschaften
Ziel → Verhinderung reiner Spekulation und mehr Verantwortung für Arbeitnehmer und Unternehmer

Während früher Aktien als langfristige Geldanlage in ein Unternehmen des Vertrauens erworben wurden, erfolgt der Kauf von Aktien fremder Firmen heute zumeist aus reiner Spekulation. Spekulanten können eine Firma - egal welcher Größe - aus reiner Geldgier in den Ruin treiben oder sie in Einzelteile aufspalten. Diese sogenannten Investoren werden nicht umsonst Heuschrecken genannt - oft hinterlassen sie von einem Unternehmen nur Bruchstücke und verbrannte Erde.
Es wäre deshalb besser nur die Beschäftigten, Arbeiter, Angestellten und Unternehmer oder (Kredit)Banken) Anteile einer Firma erwerben zu lassen. Alle diese Personen und Anteilseigner sind zum eigenen Vorteil am Prosperieren ihres Unternehmens interessiert. Die notwendigen Folgen wären zum einen eine hohe Motivation der Beschäftigten gute Arbeit zu leisten, zum anderen ein verantwortungsvoller Umgang der Geschäfts-führung mit den Mitarbeitern (und Teilhabern).

 

Abschaffung des Kündigungsschutzes
Ziel → Arbeitgeber und Arbeitnehmer passen zueinander

Durch unser rigides Kündigungsschutzgesetz exisitieren in fast allen deutschen Unternehmen verhärtete Fronten zwischen unzufriedenen Beschäftigten und frustrierter Geschäftsführung.
Der Kündigungsschutz verhindert, dass mit ihrem Job unzufriedene Leute in eine andere Firma wechseln oder dass geeignetere Leute in anspruchsvollere Jobs nachrücken können. Während unzufriedene Arbeiter/Angestellte am angestammten Arbeitsplatz versauern, finden gute und willige Leute keinen adäquaten Arbeitsplatz. Unzufriedenes Personal, das bereits die innere Kündigung vollzogen hat, bringt nur noch eine eingeschränkte Leistung. Eine schnellere Rotation würde für mehr Freude an der Arbeit sorgen. Jeder Mitarbeiter würde irgendwann seinen Traumjob bei seinem Traumchef finden - und der Chef seinen Traummitarbeiter. Neuer Job, neues Glück!

 

Gleiche Chancen für alle
Ziel → Reichtum und Chancen dürfen nicht vererbt werden

„Leistung muß sich wieder lohnen!“ ein dämlicher Spruch aus vergangenen Wahlkämpfen. Aber warum verdienen viele Erben von Großunternehmen ohne jegliche Leistung dann soviel Geld ? Und warum kann sich Geld alleine aus sich selbst heraus vermehren, ganz ohne Leistung seines Eigentümers, nur durch Immobilien oder Finanzgeschäfte ? Große privat- oder familiengeführte Unternehmen dürfen daher nicht „vererbt“ werden, sondern müssen über Anteilsscheine unter der Belegschaft aufgeteilt werden. Die Belegschaft, die Miteigentümer, wählen oder berufen dann auch die neue (oder alte) Geschäftsführung.

 

Freie Berufswahl für jeden
Ziel → Beruf aus Berufung und Freude an der Arbeit

Wer seinen Traumberuf erlernen darf, wird im Berufsleben ein höheres Engagement und bessere Leistungen zeigen. Jeder darf seine Traum-Lehre bzw. sein Traum-Studium beginnen. Nach einem Jahr werden durch zentrale Vorprüfungen (gleiche Lehrpläne im ganzen Land, gleiche Anforderungen in Theorie und Praxis an jeden einzelnen Prüfling) die Besten des jeweiligen Berufs herausgefiltert. Die Auslese erfolgt je nach Arbeitsmarktlage (welche Berufe werden gebraucht). Auf diese Weise erfolgt die Anpassung von Nachfrage und Angebot in kurzer Zeit.
Nur so können sich echte Eliten bilden. Wenn jedes Bundesland eigene Lehrpläne hat und wenn jedes Bundesland selbständig Prüfungen durchführt ist ein direkter Vergleich zwischen den einzelnen Schülern nicht möglich. Die Entstehung von Pseudo-Eliten ist wahrscheinlich, weil jeder Lehrer und jedes Bundesland seine eigenen Schüler begünstigt. Nur die Besten werden gefördert, aber jeder hat die Möglichkeit zu den Besten zu gehören. Echte Eliten eben !

 

Berufsausbildung in Betrieben und Schulungsinstituten
Ziel → Steuerung des Handwerker-Angebots bei erhöhter Nachfrage

Neben der Dualen Ausbildung in den Betrieben und der Berufsschule sollen für jeden Handwerksberuf staatlich geförderte, aber privat zu bezahlende, Berufsbildungseinrichtungen geschaffen werden. Diese Berufsbildungsinstitute vermitteln Theorie und Praxis und sollen national miteinander konkurrieren.
Das Berufsbildungsinstitut mit den besten Abgängern (zentrale Prüfungen s.o.) soll auch die höchsten Fördergelder erhalten.

   

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